Agar Agar im Testbericht auf gesundestube.de

Agar Agar Test 2019 – Die beste vegane Gelatine

In unserem Agar Agar Test zeigen wir dir die besten Produkte des veganen Gelatineersatzes.

Wir zeigen dir worauf du beim Kauf achten solltest und was die qualitativen Unterschiede es gibt.

In unserem anschließenden Ratgeber erfährst du interessante Zusatzinformationen zum Thema.

Agar Agar kaufen: Unsere Testergebnisse

Wir haben verschiedene Produkte für dich getestet und ein Ranking erstellt.

Doch worauf kommt es beim Kauf überhaupt an?

Das Hauptkriterium ist natürlich die Qualität. Wenn du dich vegetarisch bzw. vegan ernährst, liegt dir deine Gesundheit wahrscheinlich besonders am Herzen.

Deshalb gibt es etwas ganz grundlegend Wichtiges über die vegane Gelatine zu wissen.

Hochqualitatives Agar Agar ist nicht klar und geruchlos

In manchen Bewertungen im Onlinehandel findet man Kommentare wie „Die Qualität ist nicht gut, das Produkt ist ganz trüb“
oder
„Das Agar Agar riecht komisch. das letzte, das ich hatte war komplett geruchlos!“

Was viele nicht wissen:
Klares und geruchloses Agar Agar ist meist ein Billig-Import aus China. Dort wird das Produkt nachbehandelt.

„Nur billig gebleichte Produkt sind klar und geruchlos.“

Mit Chemikalien gebleichter Agar Agar verliert seinen Geruch und seine Farbe.

Das ist in Europa nicht nur verboten, sondern auch unappetitlich. Normale Speisegelatine wird aus Schlachtabfällen gewonnen. Wer auf ein veganes Ersatzprodukt umsteigt, möchte doch nicht stattdessen ein mit Chemikalien gebleichtes Produkt.

Unser Testsieger ist deshalb ein europäischer Premium Agar-Agar und kein China-Import.

Platz 1: Europäisches Premium Agar Agar

Premium Agar Agar aus Europa (100g)

  • Algen aus Spanien: Frei von radioaktiven Bestandteilen
  • geeignet für alle Arten von Gelen & Desserts wie Cremes und Kuchen
  • Zum Andicken von Suppen &; Soßen und zur Herstellung von Eis
  • 100% vegan
  • Nicht mit Zucker gestreckt

Unser klarer Testsieger ist das britische Produkt von der Firma „Special Ingredients Ltd.“

Algen aus Europakeine Restverstrahlung

Die Herstellung erfolgt in UK mit Algen aus Spanien. Warum ist das so wichtig? Im Gegensatz zur Produkten aus Ostasien ist die Gefahr einer Restverstrahlung durch radioaktive Elemente deutlich niedriger.

Bei anderen Algenprodukten wie Spirulina oder Chlorella kam es in der Vergangenheit oft zur Überschreitung der Grenzwerte bei Importen aus Asien.

„Algenprodukte wie Spirulina oder Chlorella aus Asien sind immer wieder durch erhöhte Strahlenwerte aufgefallen“

Das liegt zum einen am oft unsachgemäßen Trocknungsprozess vor Ort, zum Anderen aber auch an dem katastrophalen Vorfall in Fukushima.

Der asiatische Großraum hat seit dem Unfall am Kernreaktor mit erhöhten Strahlungswerten, vor allem im Meer, zu kämpfen.

Kontrollierte, europäische Qualität

Unser Testsieger hingegen muss sich an die strengen, europäischen Richtwerte halten und sich regelmäßigen Kontrollen stellen.

Wer also bei Agar Agar auf der sicheren Seite stehen möchte, greift hier zur EU-Variante.

„Wer besonderen Wert auf die Umwelt legt, nutzt Produkte aus Europa.“

Wem das wichtig ist, bekommt noch einen kleinen Bonus obendrauf: Die CO2 Bilanz ist bei diesem Produkt auch noch etwas besser als bei dem asiatischen Import.

Reines Agar Agar ohne Zuckerzusatz

Viele Hersteller fügen ihrem Pulver Zucker hinzu. Wie wir in unserem Ratgeber berichten, ist das Hinzufügen von Zucker auch eine gute Idee um das Gel schön klar zu bekommen.

Unserer Ansicht nach kann das aber jeder Hobbykoch zu Hause selbst machen und muss nicht eine versteckte Preiserhöhung durch Strecken hinnehmen.

„Hochwertige Produkte sind nicht mit Zucker gestreckt.“

Unser Testsieger ist deshalb 100% rein und ohne Füllstoffe. Den Zucker hat man selbst zu Hause.

Platz 2: Der Preis-Leistungssieger

Agar Agar Pulver - 200g Premium Qualität Kochen und Backen, vegane pflanzliche Gelatine, glutenfreie Ernährung, Verdicken
  • Das pflanzliche gelbildende Agar-Agar kann genutzt werden, wenn eine gelbildende oder verdickende Komponente benötigt wird. Agar ist perfekt für die Herstellung von Tortenguss, Eiscreme, Suppen und Desserts.
  • Für die vegetarische oder vegane Küche ist Agar-Agar hervorragend geeignet. Es wird aus Rotalgen gewonnen und ist damit 100% vegan. Mit dem Einsatz von Agar kann man auf tierische Produkte wie Gelatine verzichten.
  • Agar-Agar hat eine sehr hohe Bindungskraft und ist geruchs- und geschmacksneutral. Es wird in verschiedenen Gerichten, ob süß oder herzhaft, eingesetzt. Es kann mehrfach ohne Abnahme der Gelierfähigkeit genutzt werden.
  • Geliefert wird zu 100% reines Agar-Agar in Pulverform. LANUCO ist Teil der TER Group und weist dadurch eine über hundertjährige Erfahrung im Handel auf.
  • Das Agar-Agar, Lebensmittelkennzeichnung E 406, wird in Pulverform geliefert werden und kann daher wohl dosiert in Flüssigkeiten eingesetzt werden. Die Auslieferung erfolgt im praktischen Standbodenbeutel.

Wie unser Testsieger handelt es sich auch hier um 100% reines Agar Agar ohne Zuckerzusatz.

Mit einem Preis von nur 7,45€ pro 100g (Stand: August 2019) ist es der absolute Preis-Leistungssieger. Günstiger kommt man nicht an hochwertige Qualität in diesem Bereich.

Was uns ebenfalls positiv aufgefallen ist, ist die Verpackung. Statt einer Plastikdose verwendet der Hersteller einen luftdichten, wieder verschließbaren Papierbeutel. Dafür gibt es einen Pluspunkt im Bereich Nachhaltigkeit.

Durchgefallen: RUF Bio Agar Agar

RUF Bio Agar-Agar 7er
  • Gestreckt mit 70% Zucker
  • Nicht vegan
  • Kann Spuren von Ei, Milch, Soja und Schalenfrüchten enthalten.
  • Grundpreis für Agar Agar Anteil liegt über 14 Euro (Stand: August 2019)

In unserem Test klar durchgefallen ist das Agar Agar von der bekannten Marke RUF. Das Produkt ist nicht vegan und mit satten 70% Zucker gestreckt.

Nicht allergikergeeignet, nicht vegan

Auf der Rückseite der Packung findet sich die Aufschrift „Kann Spuren von Ei, Milch, Soja und Schalenfrüchten enthalten.“

Ein veganes Ersatzprodukt, das nicht vegan ist? Und dazu noch voller möglicher Allergene ist? Da hilft auch die Bioqualität nicht weiter.

Preis ist eine Mogelpackung

Der Grundpreis pro 100g beträgt 4,30 € (Stand: August 2019).

RUF hat das Produkt aber mit sage und schreibe 70% (!) Zucker gestreckt. Rechnet man jetzt den Preis pro 100g für reines Agar Agar aus, landet man bei stolzen 14,33€ pro 100g.

Das liegt über dem Grundpreis unseres Testsiegers.

Auf der Packung steht „Agar Agar“, drin sind aber 70% Zucker. Wir finden, das grenzt an Verbrauchertäuschung.

Agar Agar Ratgeber

In unserem Ratgeber findest du nicht nur Hintergrundinformationen, sondern auch wichtige Tipps zum Umgang in der Küche mit der Algengelatine.

Wusstest du z.B., dass man vegane Desserts besser nicht einfriert?

Was ist Agar Agar?

Bei Agar-Agar handelt es sich um einen langkettigen Mehrfachzucker, ein so genanntes „Polysaccharid“. Es ist in der Lage unverdauliche Gallerte, besser bekannt als „Gelee“ zu bilden.

Das Wort „Agar“ kommt aus dem Mailaiischen bzw. Indonesischen und bedeutet so viel wie japanischer Fischleim bedeutet. Und das obwohl gar kein Fisch enthalten ist.

Dieser Mehrfachzucker ist nämlich zu 100% vegan.

Wie wird Agar Agar hergestellt?

Die Herstellung der veganen Ersatz-Gelatine findet hauptsächlich in Ostasien, also in Japan, China und Korea statt. Aber auch in Ländern wie Indonesien und Malaysia.

Dort wird Agar Agar aus den Zellwänden von Algen gewonnen. Man verwendet vor allem Rotalgen der Gracilaria-, Gelidiopsis-, Gelidium-, Hypnea– und Sphaerococcus-Arten.

„Ein typisch asiatisches Produkt, das mittlerweile auch in Europa hergestellt wird.“

In speziellen Aquakulturen werden die Algen an Fischernetzen gezüchtet und anschließend geerntet. Mit Hilfe eines mehrstufigen Verfahrens können dann die Zellwände der Wasserpflanzen extrahiert werden aus denen dann Agar Agar hergestellt wird.

Wie riecht und schmeckt Agar Agar?

Wie bereits erwähnt sind nur minderwertige Varianten geruchs- und geschmacklos, da ihnen durch Bleiche alle Aromen entzogen werden.

Da es sich bei gutem Agar Agar um ein Algenprodukt handelt, riecht es auch etwas danach.

„Wen Algenblätter beim Sushi nicht stören, wird auch kein Problem mit der veganen Gelatine haben.“

Man kann es ein wenig mit den asiatischen Algenblättern vergleichen mit denen z.b. Sushi gerollt wird. Der Geschmack erinnert ein wenig ans Meer.

Doch keine Angst:
Du brauchst dir um den Geschmack deiner Speisen keine Sorgen machen, da es sehr ergiebig ist. Wesentlich ergiebiger als normale Speisegelatine.

„Agar Agar hat eine 6 – 10 mal so starke Gelierkraft wie normale Geliermittel. Deshalb aufpassen mit der Dosierung!“

Beim Kochen und Backen benötigt man also nur sehr geringe Mengen des Geliermittels, so dass das Essen dadurch nicht negativ beeinflusst wird.

Wofür wird Agar Agar verwendet?

Vor allem wird es von Vegetariern und Veganern als Ersatzstoff für gewöhnliche Speisegelatine verwendet.

Man kann es für die Herstellung von Marmeladen und Kuchen, zur Verdickung von Suppen oder als Geliermittel für Süßigkeiten und Eis benutzen.

In der japanischen Küche wird das rein pflanzliche Pulver bereits seit dem 17. Jahrhundert verwendet.

„Der Einsatz ist unglaublich vielseitig. Für Vegetarier oder Veganer lohnt sich die Anschaffung allemal.“

Nicht nur das. Auch immer mehr „Fleischesser“ steigen auf das Algenprodukt um, weil ihnen die Bestandteile und Herstellungsart von tierischer Gelatine nicht behagt.

Exkurs: Wie wird normale Speisegelatine hergestellt?

Gelatine wird gewöhnlich aus tierischen Eiweißen hergestellt, dem Kollagen.

Das Kollagen ist eine Art Eiweiß, dass bei Tieren in Knorpeln, Sehnen Bändern und Knochen vorkommt.

„Gelatine aus Schlachtabfällen ist nicht nur für Vegetarier ein unappetitlich.“

Um es zu extrahieren, muss das Bindegewebe zunächst aufgeschlossen werden. In der Privatküche passiert dies durch stundenlanges Kochen.

Im industriellen Maßstab werden verschiedene Säuren und Basen verwendet.

In Europa entsteht 80% der Speisegelatine aus Schweineschwarten.

Was sind die Vorteile von Agar Agar?

100% vegan

Das Hauptargument ist natürlich, dass es frei von tierischen Bestandteilen und damit 100% vegan ist. Für Tierfreunde ist das das Mittel der Wahl für die tägliche Küche.

Es gibt aber noch andere Vorteile, die die Ersatzgelatine auszeichnen.

Hitzeresistent

Zum einen ist es als Mehrfachzucker (Polysaccharid) sehr stabil in seiner Struktur und hält sogar Temperaturen von 120-130° aus. Dementsprechend eignet es sich zum Einsatz im Schnellkochtopf.

Besonders ergiebig

Die vegane Gelatine ist im Gegensatz zu seinem tierischen Gegenspieler besonders ergiebig. Je nach Säuregehalt der Flüssigkeit die man gelieren möchte, braucht man nur geringe Mengen.

Gelierprozess umkehrbar

Agar Agar geliert bereits bei einer Temperatur von 40°C.

Durch Erhitzung auf 85-95°C lässt es sich jedoch ganz einfach wieder verflüssigen. Das ist nicht selbstverständlich.

„Manchmal sind vegane Ersatzprodukte sogar besser als das Original.“

Würde man das Gleiche mit normaler Gelatine versuchen, müsste man deutlich mehr Aufwand betreiben und Salz und Zucker einsetzen. Beliebig oft ließe sich das nicht wiederholen.

Es gibt deshalb sogar Rezepte wie das japanische Dessert „Mitsumame“, das nur mit Agar Agar, aber nicht mit normaler Speisegelatine möglich ist.

Was sind die Nachteile von Agar Agar?

Kann abführend wirken

Beim Konsum größerer Mengen des Geliermittels kann es zu Durchfall kommen. Das ist nicht gesundheitsschädlich, aber unangenehm.

„Vegane Naschkatzen werden bei stark übermäßigem Verzehr von Süßkram bestraft.“

Auf das dritte Stück veganen Obstkuchen solltest du deshalb vielleicht verzichten.

CO2-Bilanz

Manche Menschen argumentieren, dass die CO2-Bilanz des Algenproduktes äußerst negativ wäre, da das Produkt fast ausschließlich in Ostasien hergestellt und importiert wird.

Man muss jedoch dazu sagen, dass man durch die aktuellen Trendprodukte wie Spirulina und Chlorella (beides Algengewächse) weiß, dass Algen die höchsten Konzentration an Chlorophyll aufweisen.

Dieser grüne Pflanzenstoff ist für die Photosynthese, also die Umwandlung von CO2 in Sauerstoff verantwortlich.

„Die CO2-Bilanz von Agar Agar ist ein zweiseitiges Schwert.“

Ja, der Import der Algen produziert CO2, aber die Wasserpflanzen haben vorher auch eine Menge CO2 gebunden. Das kann man von Schweineschwarten nicht behaupten.

Tipps zur Verarbeitung von Agar Agar

Beim Einsatz in der heimischen Küche gibt es das Ein oder Andere zu beachten, damit alle veganen Rezepte wunderbar gelingen. Wir haben für euch ein paar hilfreiche Tipps zusammengestellt.

Tipp 1: Agar Agar muss gekocht werden

Die Meisten wissen es bereits: Damit das vegane Verdickungsmittel auch schön geliert, muss man es erhitzen. Agar Agar dickt erst bei einer Temperatur von etwa 40°C an.

Aber aufpassen: Ab 80-85°C wird es wieder flüssig! Also nicht zu heiß kochen.

Tipp 2: Gut vorbereitet sein!

Der Gelieren passiert sehr, sehr schnell. Je nachdem welches Gericht du zubereitest, kann es nötig sein rechtzeitig vorher alle nötigen Vorbereitungen zu treffen.

Tipp 3: Etwas Zucker für klares Aussehen

Wie wir in unserem Test weiter oben berichtet haben, ist hochwertiges Agar Agar nicht direkt klar und farblos.

Um z.B. beim Backen eine ansprechende Präsentation zu erreichen, gibt es einen kleinen Trick um die vegane Gelatine klar zu bekommen.

„Trübe Gelatine + Zucker = klare Gelatine.“

Eine kleine Menge Zucker (z.B. Maltodextrin) genügt, und die Trübheit verschwindet. In einigen Fertigmischungen ist dieser bereits vorhanden. Was aber eigentlich unnötig ist und das Produkt nur streckt.

Zucker hat schließlich jeder zu Hause.

Tipp 4: Bei sauren Speisen höher dosieren

Wenn du z.B. Desserts wie Cremes oder Kuchen mit Zitrone zubereiten möchtest, brauchst du etwas mehr.

Das liegt daran, dass bei sauren Flüssigkeiten das Pulver schlechter geliert. Wie viel mehr du brauchst hängt davon ab, wie sauer die Speise ist.

Tipp 5: Speisen nicht einfrieren

Ein kleiner Wermutstropfen ist die Tatsache, dass sich Gerichte mit der Pflanzengelatine nicht wirklich einfrieren lassen.

„Nicht zu viel auf einmal essen aber auch nicht einfrieren – also genau nach Bedarf kochen bzw. backen.“

Durch die niedrigen Temperaturen verändert sich die Struktur nachhaltig. Nach dem Auftauen hat man dann leider zu oft eine Art Gummiblock statt eines weichen Gels.

Also: Immer schön aufessen!

Warum wird Agar Agar kaum in der Lebensmittelindustrie eingesetzt?

Hohe Ergiebigkeit, tolle Verarbeitungsqualitäten und 100% vegan. Warum kommt der pflanzliche Ersatz in der industriellen Produktion nicht viel häufiger zum Einsatz?

Gerade jetzt, da der vegetarische und vegane Markt boomt und immer mehr tierfreie Produkte ihren Platz in die Marktregale finden.

Die Antwort ist einfach: Geld.

Aufgrund der immensen Fleischproduktion in Europa ist die Herstellung von tierischer Gelatine einfach unglaublich günstig.

„Geld wird leider in der industriellen Verarbeitung über alles gestellt.“

Die nötigen Bestandteile sind in Form von Schlachtabfällen unschlagbar günstig für die Hersteller. Sollte das fertige Produkt am Ende ohnehin nicht vegetarisch sein, wird man so schnell nicht darauf hoffen können, dass die Industrie freiwillig auf die vegane Alternative umsteigen wird.

Immerhin können wir zu Hause aber entscheiden, was ins Essen kommt und dadurch die Vorteile der Algengelatine nutzen.

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