Mohnöl

Je nach Art des Mohns, blau, grau, weiß, braun oder schwarz gibt es verschiedenen Sorten. Das in Europa käufliche Mohnöl wird meist aus blauen oder grauen Samen gefertigt. Generell gilt: Je dunkler der Samen aus dem das Öl gewonnen wird, umso intensiver ist auch der Geschmack.
Die Mohnpflanze hat ihren Ursprung in Asien und zählt zu den ältesten Heilpflanzen. Schon früh erkannten die Menschen, dass Mohn bzw. der Mohnsaft eine stark schmerzlindernde Wirkung hat.
Rapsöl, Mohnöl und Flachsöl auf schöner Schieferplatte

Die Geschichte des Mohns

Der Schlafmohn, lateinisch auch Papaver somniferum genannt, gehört zu den ältesten europäischen Kulturpflanzen, dem eine Vielzahl von gesundheitsfördernden Eigenschaften zugeschrieben wird.

In der Antike war Mohn eine Medizinpflanze und wurde gerne gegen Schlaflosigkeit oder bei Schmerzen verwendet. Vor allem der Milchsaft der Mohnkapsel war begehrt. Die Mohnsamen, so wie sie heute verwendet werden, wurden erst später bedeutend.

Heute ist Mohn überwiegend als Geschmacksträger beim Backen von Kuchen und Gebäck bekannt. Als Öl in der Küche oder aber in Kosmetika ist Mohn allerdings auch seit einigen Jahren sehr beliebt und aufgrund seiner hautschützenden Eigenschaften geschätzt.

Die gesundheitsfördernden Aspekte von Mohnöl

Mohnöl hat einen positiven Einfluss auf die Gesundheit, wenn es regelmäßig konsumiert wird. Das Öl ist sehr fettreich und besteht aus vielen wertvollen Inhaltsstoffen. So hat Mohnoel einen hohen Anteil an Magnesium, Calcium, Kalium, Linolsäure und viele B-Vitamine. Vor allem der hohe Anteil an Calcium ist beachtlich.
Calcium spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau von Knochen und Zähnen und sorgt für allgemeine Stabilität des gesamten Bewegungsapparates einschließlich der Gelenke.
Vor allem Frauen haben einen erhöhten Bedarf an Calcium, da dem Körper durch die Monatsblutung, Stress und anderen Krankheiten Calcium entzogen wird. Wer langfristig Mohnöl zu sich nimmt, kann somit auch sein Osteoporose-Risiko senken.

Weiterhin hat Mohnöl einen hohen Anteil an Linolsäure, ein Stoff, den der menschliche Körper selbst nicht bilden kann und der nur über die Nahrung aufgenommen werden kann. Linolsäure ist für die Regulierung des Wasserhaushaltes im Körper zuständig und mildert Hautkrankheiten.

Mohnöl für die Körperpflege

Seit längerer Zeit sind Öle auch ein wichtiges Mittel im Schönheitsbereich: Ob als Körperpflege, Feuchtigkeitspflege und sogar als Sonnenschutz. Das Öl spendet jedem Hauttyp Feuchtigkeit und schenkt Elastizität. Mohnöl ist unter der Vielzahl an Ölen noch recht unbekannt, doch der hohe Anteil an lipidbindender Linolsäure und die nicht-fettenden Eigenschaften werden Mohnöl schnell von einem Geheimtipp zur Allzweckwaffe im Badezimmer werden lassen.

Mohnöl als Mittel zur Hautpflege

Genau aus diesen vielen Gründen wird Mohnoel mittlerweile gerne in Kosmetika angewandt.
Der hohe Anteil an Fettsäuren im Mohnöl schenkt der Haut bei äußerlicher Anwendung Feuchtigkeit und Geschmeidigkeit, mildert Rötungen und andere Irritationen wie Ekzeme, Dehnungsstreifen oder Akne Narben. Geben Sie nach dem Baden oder Duschen eine esslöffelgroße Menge Mohnöl in die Hand und erwärmen Sie es leicht. Danach massieren Sie das Öl in die noch leicht feuchte Haut ein und lassen es einziehen.

In Kombination mit Jojobaöl ist Mohnöl eine kleine Wunderwaffe und wird gerne für die Reinigung oder zur Pflege von trockener oder gar schuppiger Haut eingesetzt. Das Besondere: Das Öl schmiert nicht und zieht schnell in die Haut ein, sodass kein Fettfilm auf der Haut zurückbleibt.

Mohnöl für die Haarpflege

Mohnöl ist aber nicht nur zur Pflege der Haut geeignet, sondern kann auch für die Haare eingesetzt werden. Trockene oder splissige Haarspitzen kann durch die Verwendung von Öl aus Mohnsamen wieder repariert werden. Das Öl legt sich wie ein schützender Film um das Haar und pflegt es nachhaltig. Auch hier ist das Öl wieder schnell einziehend und hinterlässt keine Rückstände.
Wer unter trockener oder schuppender Kopfhaut leidet und stets mit geröteten oder gereizten Stellen zu kämpfen hat, kann auch hier regelmäßig Mohnöl in die Kopfhaut einmassieren. Die Linolsäure lindert Beschwerden und schenkt der Haut Geschmeidigkeit.

Mohn-Öl im Handel

Mohnöl ist ein streng kontrolliertes Lebensmittel. In Deutschland ist der Anbau reguliert und wird streng überwacht, da aufgrund des in der Mohnkapsel befindlichen Opiums Mohn unter das Betäubungsmittelgesetz fällt. Das aus Mohn gewonnen Öl wird in Deutschland nur in geringen Mengen angebaut. Andere Länder wie Österreich exportieren im großen Stil und versorgen somit auch den deutschen Markt.
Türkisches, chinesisches oder indisches Mohnöl ist ebenfalls im Handel erhältlich, jedoch werden hier nicht immer die Anbaumethoden transparent kommuniziert. Auch was den Preis betrifft, gibt es erhebliche Unterschiede: Öl aus dem Ausland ist meist nicht rein und mit anderen Ölen vermischt. Mohnöl aus dem europäischen Ausland, insbesondere wenn es aus Bio-Anbau stammt, ist eines der am strengsten geprüften Lebensmittel und somit auch erheblich teurer.

Wo kann ich Mohn-öl am besten kaufen

Öl aus Mohnsamen gibt es im Bioladen aber auch im gut sortierten Supermarkt zu kaufen. Mittlerweile gibt es auch eine Vielzahl an Händlern im Internet, die verschiedene hochwertige Öle anbieten. Hier empfiehlt sich jedoch ein Blick in das Impressum. Auch Gütesiegel und eine Recherche zu bekannten Marken und das Herkunftsland des Öls können helfen, die Qualität einzuordnen.
Bio-Öl wird aus streng kontrolliertem Anbau gewonnen und enthält keinerlei Pestizide. Das Öl hat dadurch eine besondere Qualität und kann unbedenklich verwendet werden.

Fandler Bio-Mohnöl, 1er Pack (1 x 250 ml)
  • kaltgepresst
  • Erstpressung mit Stempelpressen
  • ungefiltert, naturrein
  • ohne Zusatzstoffe, nicht raffiniert
  • Bio-Zertifizierung: EG-Bio

Worauf Sie beim Kauf von Mohnöl achten sollten

Mohnöl ist nicht lange haltbar und sollte daher stets in einer kleinen, möglichst aus dunklem Glas bestehende Flasche gekauft werden.
Werfen Sie daher vor dem Kauf des Öls einen Blick auf die Zutatenliste.
Gutes hochwertiges Mohnöl hat nur wenige Inhaltsstoffe und sollte nicht mit anderen Ölen gemischt sein.
Einmal geöffnet, sollte Mohnöl möglichst schnell verbraucht werden, denn Luft, Sonne und Hitze lassen das Öl schnell schlecht werden. Dass das Mohnöl nicht mehr genießbar ist, erkennen Sie am ranzigen Geruch bzw. Geschmack. Angebrochene Flaschen Mohnöl lassen sich am besten im Kühlschrank lagern.

Mohnöl in der Küche nutzen


Mohnöl können Sie gut in der Küche nutzen, z.B. zum Verfeinern. Allerdings sollten Sie darauf achten, das Öl nicht zu erhitzen, da sonst der Geschmack und auch wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen.
Mohnöl eignet sich am besten zum Verfeinern von kalten Speisen wie Salate, Saucen, Suppen oder auch Süßspeisen. Auch Gemüse, wie Tomaten, Zucchini und Möhren lassen sich mit einem Schuss Mohnöl verfeinern. In der asiatischen Küche kann Mohnöl ähnlich wie Sesamöl als Dressing zu Reis- und Nudelgerichten gegessen werden. Süßspeisen ergänzen sich am besten mit einem hellen Mohnöl, das einen sehr dezenten nussigen Geschmack hat.
Vor allem Eiscreme erhält mit Mohnöl das gewisse Etwas an Geschmack. Wer zum Frühstück gerne Porridge oder Müsli ist, kann das Ganze mit einem Teelöffel Mohnöl verfeinern.

Letzte Aktualisierung am 8.09.2021 / Affiliate Links / Bilder von der Amazon Product Advertising API

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