Omega 3

Omega-3 ist für unseren Körper lebensnotwendig. Es ist ein wichtiger Baustein, der für unser Gehirn, unsere Nerven oder auch unser Herz gebraucht wird. Das Problem aber ist, dass wir sehr wichtige Bestandteile davon hauptsächlich über den Verzehr von Fisch aufnehmen. Verflixt!

Aber Forscher haben inzwischen raus gefunden, dass der fette Kaltwasserfisch das wichtige Omega 3 nur in sich hat, weil er ganz bestimmte Algen frisst. Diese Algen beinhalten das Omega 3 und es lagert sich dann in seinem Fett ab.

Und wir können uns glücklich schätzen, dass wir inzwischen auch Zugang zu diesen Algen haben. Denn sehr viele von uns essen aus verschiedenen Gründen keinen Fisch.

Welche Omega 3 Präparate sind gut?

Platz 1: Omega 3 Fischöl von Aava Labs

Omega 3 Fischöl 2000mg

  • 2 Kapseln pro Tag
  • 800mg EPA / Tagesdosis
  • 400mg DHA / Tagesdosis
  • 1,26mg Vitamin E / Tagesdosis
  • frei von Gentechnik
  • frei von Gluten
  • 120 Kapseln pro Dose = 60 Tage Ration
  • nachhaltiger Fischfang
  • ohne Konservierungsstoffe
  • Aava ist ein Familienunternehmen aus Finnland

Für generelle Fleischesser ist das Aavalabs Fischöl das beste Präparat, das ich gefunden habe. Es hat alle Kriterien für eine gute Omega 3 Aufnahme erfüllt und eine Dose hält etwa 2 Monate lang. Also auch ein super Preis-Leistungs-Verhältnis.

2. Platz: V-OMEGA Kapseln mit veganem, höher dosiertem Omega-3

Veganes Omega 3
Leider ist hier das Verhältnis von EPA und DHA verkehrt, aber ansonsten noch das beste vegane Mittel, das ich gefunden habe.

  • Tagesdosis 2 Kapseln
  • 600mg DHA / Tagesdosis
  • 300mg EPA / Tagesdosis
  • 3,6mg Vitamin E / Tagesdosis
  • 60 Kapseln = 1 Monat

Allerdings kommt man hier mit der Tagesdosis nicht auf das eine Gramm EPA pro Tag. Um auch nur ansatzweise heran zu kommen, würde ich eher auf 3 Kapseln pro Tag tippen, was aber ein Übermaß an DHA bedeuten würde. – Da bin ich kein Profi und gebe lieber keine Tipps zur Handhabung. Vielleicht hast du ja Erfahrung und schreibst es mir in die Kommentare!

3. Platz: Vegan Omega 3, 80 Gelkapseln

Angebot
Vegane Omega 3 Kapseln mit richtigem Verhältnis von EPA und DHA

  • Tagesdosis angeblich 1 Kapsel. Ich tendiere eher zu 4 Kapseln
  • 200mg EPA / Kapsel
  • 150mg DHA / Kapsel
  • kein Vitamin E
  • 80 Kapseln

Nach meiner Einschätzung würde die Packung gerade mal 20 Tage halten, wenn man versucht auf 800-1000mg EPA pro Tag zu kommen. Das wären dann 4-5 Kapseln täglich. 20 Tage verkaufen sich natürlich nicht so gut wie 80 Tage.

Diese veganen Kapseln scheinen die einzigen zu sein, die das korrekte Verhältnis von EPA zu DHA haben. Es ist nicht ideal, aber immerhin ist EPA stärker vertreten als DHA. Allerdings fehlt hier das Vitamin E, das man dann noch extra zuführen müsste, um die oxidativen Prozesse zu verhindern.

Außerdem halte ich hier die Tagesdosierung von 200mg EPA für viel zu gering. Um auf die angestrebten 800-1000mg zu kommen, müsste ich mindestens 4, wenn nicht sogar 5 Kapseln pro Tag zu mir nehmen.

Die Packung würde bei 4 Kapseln pro Tag gerade mal 20 Tage lang halten. Dafür hat sie einen sehr stolzen Preis. Bis 2018 hatte dieses Präparat noch 300mg EPA pro Kapsel, aber diese schönen Zeiten werden wohl nie wieder kommen.

Platz 4: Omega 3 500 EPA

Das Produkt scheint fast perfekt (für nicht-Veggies, natürlich). Allein das Vitamin E fehlt. Und ob einem hier eine Kapsel pro Tag reicht, hängt dann wohl sehr mit der restlichen Ernährung zusammen. Aber bei 240 Kapseln ist die Dose auch nicht zu teuer, finde ich.


Und damit du weißt, nach welchen Kriterien diese Rangliste zu Stande gekommen ist, habe ich all meine gesammelten Informationen hier für dich zusammen gefasst:

Was ist eigentlich Omega 3?

Omega 3 ist eine Fettsäure, die wir Menschen nicht selbst bilden können.

Sie ist sehr wichtig, um unser Gehirn auszubilden und intakt zu halten.

EPA und DHA: Bestandteile von Omega 3

EPA (Eicosapentaensäure) und DHA (Docosahexaensäure) sind die Formen, in denen Omega 3 in Fischöl vorkommt.

Je höher der Anteil von EPA zum DHA ist, desto besser hilft das Öl zum Beispiel gegen depressive Verstimmungen. Da das DHA Forschungen zufolge die Wirkung von EPA sogar mindert, sollte dringend darauf geachtet werden. Es ist also ein Öl oder Präparat anzustreben, das viel mehr EPA als DHA enthält. Empfohlen wird 7mal mehr EPA als DHA zu haben.

Und hier wird es schwierig.

Viele Präparate verraten gar nicht, wieviel EPA und DHA drin sind. Oder sie sind viel zu gering dosiert. Oder manche entziehen sogar ganz bewusst Vitamin E oder EPA (fragt mich nicht, warum…).

Wieviel Omega 3 brauche ich am Tag?

Ein Gramm EPA täglich soll für die Gesundheit des Gehirns ausreichend sein. Dadurch werden depressive Verstimmungen und andere Symptome gelindert.

Wichtig ist bei der Suche von Präparaten, dass die Menge von DHA dann 7 mal geringer sein soll, als EPA.

Wieviel Fisch muss ich essen?

Um deinen Omega 3 Haushalt zu erhalten, solltest du pro Woche mindestens 200g fetten Kaltwasserfisch essen.

Fettarme Fische aus warmen Gewässern, haben keine oder kaum vorhandene Omega 3 Speicher. Die wichtige Fettsäure lagert sich im Körperfett des Fisches ab.

Welchen Fisch du essen kannst, um deine Omega 3 Vorräte zu erhöhen, erfährst du in unserer Auflistung!

Wo ist Omega 3 enthalten?

Daher solltest du folgende Fische in deinen Speiseplan einbeziehen (wenn du kein Vegetarier, Veganer oder Allergiker bist, versteht sich):

  • Lachs (lieber Wildlachs, als Zuchtlachs)
  • Makrele
  • Hering
  • Thunfisch
  • Sardine
  • Sardellen (Anchovis im Ganzen, nicht die Filets)
  • Schellfisch
  • Forelle

Du kannst hier auch auf Fische aus der Tiefkühlung, oder der Dose zurückgreifen, wenn du keine Fischtheke in der Nähe hast.

Bei Dosenfisch ist wichtig, dass du keinen Fisch nimmst, der in Sonnenblumenöl eingelegt ist. Mehr dazu findest du unter dem Punkt „Omega 6 stört deine Omega 3 Aufnahme„.

Welche pflanzlichen Öle sind denn gut?

  • Leinöl
  • Walnussöl
  • Rapsöl
  • Hanföl

Diese Öle enthalten das pflanzliche ALA (alpha-Linolensäure). ALA ist eine Vorstufe und kann im Körper zu Omega 3 umgewandelt werden.

Allerdings ist zu beachten, dass die körpereigene Umwandlung nicht so gut funktioniert wie die direkte Aufnahme von Omega 3 über die Nahrung.

Beim Kochen ist es zum Beispiel ganz leicht, wenn wir das Sonnenblumenöl (O6) durch Rapsöl (O3) ersetzen. Dieser kleine Trick kostet nichts und ändert nicht einmal unsere Gewohnheiten. Nur beim Einkaufen greifst du einfach die andere Flasche Öl.

Alle grünen Gemüse beinhalten den Vorläufer von Omega-3. Die Menge ist allerdings gering. Aber gerade bei unserer Ernährung ist jedes Bisschen wichtig.

Welche Gemüse beinhalten ALA:

  • Portulak
  • Spinat
  • Meeresalgen
  • Spiruline

Achtung: Omega 6 stört deine Omega 3 Aufnahme!

Omega 6 stört die Aufnahme und Wirkung von Omega 3. Das ist ziemlich schlecht, weil wir zum Beispiel Omega 6 fast in allen verarbeiteten Lebensmitteln finden. Wir brauchen zwar auch Omega 6, aber die Menge, die wir aktuell zu uns nehmen, ist weit über dem gesunden Maximum.

Diese Lebensmittel enthalten ein gefährliches Maß an Omega 6: Wurst, Fleisch, Chips, Gebäck, Butter, Süßspeisen
Photo by Oleg Magni from Pexels

Du solltest also darauf achten, deine Aufnahme von Omega 6 zu reduzieren.

Omega 6 findest du vor allem in:

  • Sonnenblumenöl
  • Maisöl
  • Weizenkeimöl
  • Distelöl
  • Sojaöl
  • und allen daraus hergestellten Margarinen
  • tierischen Fetten
  • Ei
  • Milch & Milchprodukten

Welche Produkte du daher meiden solltest:

  • Wurst
  • Fleisch
  • Chips
  • Gebäck
  • Butter
  • (Kokosfett?)
  • Süßspeisen

Welches Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6 ist gesund?

Aktuell leben wir in Deutschland in einem sehr ungesunden Verhältnis von Omega 3 zu Omega 6.

Studien zufolge haben wir eine fatale Ratio von 1:10 bis hin zu 1:20. Also 1 Omega 3-Anteil auf 10 bis 20 Omega 6-Anteile.

Das führt zu vielen entzündlichen Erkrankungen und Herzproblemen.

Angestrebt wird ein Verhältnis von 1:5.

Manche sprechen sogar von einer angestrebten Ratio von 1:1.

Vitamin E und Omega 3 nur zusammen

Omega 3 Fettsäuren oxidieren sehr schnell mit dem Sauerstoff der Luft. Daher ist es sehr wichtig, dass die Fettsäuren geschützt werden. Ein natürliches Anti-Oxidationsmittel ist Vitamin E.

Daher wird Vitamin E nahezu immer den Omega 3 Kapseln zugegeben. Ohne Vitamin E wären die Kapseln wirkungslos.

Isst du also mehr Omega 3, brauchst du zeitgleich mehr Vitamin E.

Der Arbeitskreis Omega 3 hat folgende Faustregel veröffentlicht:

pro Gramm alpha-Linolensäure 0,6 Milligramm Vitamin E
pro Gramm EPA 1 Milligramm Vitamin E
pro Gramm DHA 1,2 Milligramm Vitamin E

Arbeitskreis Omega 3

Omega-3-Mangel = Depression

In den USA, Frankreich und Deutschland ist der Omega-3-Gehalt in der Nahrung besonders gering.

„Die Zellen von morgen bestehen aus dem, was wir heute essen. Nun besteht das Gehirn zu zwei Dritteln aus Fettsäuren.“

David Servan-Schreiber: Die neue Medizin der Emotionen, 20. Aufl., München, Deutschland: Wilhelm Godmann Verlag, 2006, S. 157. *

Jede Zelle unseres Körpers wird ständig erneuert. Das betrifft natürlich auch unser Gehirn.

Fettsäuren sind die Grundbausteine unseres Gehirns. Die Fettsäuren, die wir zu uns nehmen, werden direkt für die Regeneration des Gehirns verwendet.

Essen wir also viele gesättigte Fettsäuren (die festen Fette), dann wird unser Gehirn steif und starr. Essen wir viele mehrfach ungesättigte Fettsäuren (die flüssigen Fette) wird unser Gehirn flexibel, glatter und geschmeidiger.

Die Aufnahme von mehrfach ungesättigten Fettsäuren verursacht also ganz direkt die bessere Kommunikation der Zellen im Gehirn.

Experimente mit Ratten haben ergeben, dass die Auswirkungen der Ernährung auf das Gehirn innerhalb von 3 Wochen deutlich sichtbar sind. Wurden bei den Versuchs-Ratten Omega-3-Fettsäuren weggelassen, wurden sie ängstlich, gestresst, panisch und lernten nichts neues mehr. (Quelle: Bourre, s.u.)

Weitere Forschungen haben ergeben, dass eine sehr Omega 3 reiche Ernährung (bis zu 16g Fischöl pro Tag) positive Auswirkungen hat. Langfristig wird die Produktion von Neurotransmittern erhöht, die für Energie und gute Simmung sorgen. (Quelle: Bang, s.u.)

Dr. Andrew Stoll in Harward zeigte als Erster, wie wirksam […] Omega-3 für die Stabilisierung der Stimmung und die Linderung der Depression bei manisch-depressiven Patienten ist.

David Servan-Schreiber

Während sich unsere Aufnahme von Omega-3 seit dem WW2 in etwa halbiert hat, sind die Fälle von Depression in genau dieser Zeit signifikant angestiegen. (Quelle: Klerman, s.u.)

Ausnahme: Wildfleisch und Omega 3

Eine große Ausnahme aus der Regel: „Wenn du kein Omega 6 essen willst, musst du auf Fleisch verzichten.“ ist das Fleisch von Wildtieren.

Das liegt an der Fütterung der Tiere. Während ein normales Zucht-Tier mit Getreide gefüttert wird, kann ein Wildtier sattes Grün im Wald futtern. Dieses satte Grün enthält noch Omega 3. Das ist auch der Grund, warum wir dunkelgrünes Blattgemüse essen sollten.

Das Omega 3 lagert sich im Wildtier ab und so könnten wir sogar mit dem Verzehr von Wild auf eine kleine Ration Omega 3 kommen.

Allerdings sind die wenigsten von uns echte Jäger oder kommen so an richtig wildes Wildfleisch. – Da hat Bambi vielleicht noch mal Glück gehabt.

Wichtige Fakten zusammengefasst:

1. Vermindere deine Omega 6 Aufnahme

Omega 6 behindert die Aufnahme von Omega 3. Omega 6 führt zu entzündlichen Erkrankungen. Achte darauf, dein Omega 6 zu reduzieren, indem du zum Beispiel von Sonnenblumenöl zu Rapsöl umsteigst.

2. Achte auf viel EPA

Gerade EPA ist wichtig für eine gute Stimmung. EPA und DHA sind beide in Omega 3 vorhanden. Allerdings sind die Mengenverhältnisse bei Präparaten sehr unterschiedlich.

3. Vitamin E gegen Oxidation

Vitamin E verhindert die Oxidation mit Sauerstoff. Das ist wichtig, da oxidiertes Omega 3 für den Menschen schädlich sein kann.

Quellen, Nachweise und interessante Links:

  • Arbeitskreis Omega 3
  • Die neue Medizin der Emotionen von David Servan-Schreiber *
  • Bourre, J. M., M. Bonneil, et al. (1993), „Function of dietary polyunsaturated fatty acids in the nervous system“, Prostaglandins Leukotrienes & Essential Fatty Acids, Bd. 48 (1) S. 5-15
  • Bang, H.O., J. Dyerberg, et al. (1976), „The composition of foods consumed by Greenland Eskimos“, Acta Med Scand, Bd. 200, S. 69-73
  • Klerman, G. L., M. M. Weissmann (1989), „Increasing rates of depression“, JAMA, Bd. 261 (15), S. 2229-2235
  • Photo by Pixabay from Pexels

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